14. Februar 2026
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Radevormwald bringt zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Familie, Integration und Demografie am 23. Februar 2026 einen Antrag zur Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans (HAP) ein. Ziel ist es, die Bevölkerung systematisch vor den zunehmenden gesundheitlichen Risiken durch Hitzeperioden zu schützen.
„Die Sommer der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass extreme Temperaturen längst auch im Bergischen Land eine reale Gesundheitsgefahr darstellen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Sebastian Schlüter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) führen Hitzewellen in Deutschland jährlich zu mehreren tausend Todesfällen – besonders betroffen sind Menschen über 75 Jahre sowie chronisch Erkrankte.
Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Struktur Radevormwalds mit einem hohen Anteil älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger sieht die CDU hier konkreten Handlungsbedarf.
Der beantragte Hitzeaktionsplan soll sich an den „Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen“ des Bundesumweltministeriums sowie an den „Arbeitshilfen Kommunale Hitzeaktionsplanung in NRW“ orientieren. Ziel ist es, frühzeitig zu warnen, Risiken zu minimieren und besonders gefährdete Personengruppen gezielt zu schützen – darunter Seniorinnen und Senioren, chronisch Kranke sowie Kinder in Kitas und Schulen.
Die CDU setzt dabei bewusst auf einen zweigleisigen Ansatz:
Digitalaffine Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige sollen über die Radevormwald-App, etwa mittels Push-Nachrichten bei Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), informiert werden. Ergänzend schlägt die Fraktion ein analoges Angebot wie ein „Hitzetelefon“ nach dem Vorbild erfolgreicher Modellprojekte in NRW vor, um insbesondere alleinlebenden älteren Menschen zusätzliche Sicherheit zu geben.
Darüber hinaus spricht sich die CDU für ökologisch sinnvolle, passive Kühlmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden aus. „Anstelle kostenintensiver und wartungsaufwendiger Klimaanlagen setzen wir auf nachhaltige Lösungen. Das schützt die Gesundheit und schont langfristig auch den städtischen Haushalt“, so CDU-Ratsmitglied Sascha Schier.
Mit dem Antrag möchte die CDU-Fraktion frühzeitig Vorsorge treffen und die Stadt Radevormwald widerstandsfähiger gegenüber den zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels machen.

