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Antrag: Schutz der Bevölkerung vor Hitzefolgen – Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans (HAP)

10. Februar 2026

Die CDU Fraktion stellt folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, einen lokalen „Hitzeaktionsplan“ (HAP) zu erstellen. Dieser soll sich an den „Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen“ des
Bundesumweltministeriums sowie den „Arbeitshilfen Kommunale Hitzeaktionsplanung in NRW“ orientieren.

Ziel ist die systematische Reduktion hitzebedingter Gesundheitsrisiken. Der Fokus des Plans liegt auf dem Schutz von gefährdeten Personengruppen (insbesondere Senioren über 75 Jahre, chronisch Kranke sowie Kinder in Kitas und Schulen).

Begründung:
Die Sommer der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Hitzeperioden auch im Bergischen Land eine reale Gesundheitsgefahr darstellen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) forderten extreme Temperaturen in Deutschland jährlich mehrere tausend Todesopfer, wobei vor allem die Generation 75+ betroffen ist.
Da Radevormwald eine demografische Struktur aufweist, die einen hohen Anteil älterer Mitbürger umfasst, besteht hier konkreter Handlungsbedarf.
Ein Hitzeaktionsplan nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dient dazu, rechtzeitig zu warnen und akute Gefahren abzuwenden. Wir möchten dabei konsequent zweigleisig fahren: Digitalaffine Bürger und Angehörige sollen über die Radevormwald-App erreicht werden (z. B. durch Push-Nachrichten bei DWD-Warnstufen), während für alleinlebende Senioren ein analoges Angebot wie das „Hitzetelefon“ (nach dem Vorbild erfolgreicher Modellprojekte in NRW) Sicherheit bietet.

Statt kostenintensiver und wartungsintensiver Klimaanlagen setzen wir auf ökologisch sinnvolle, passive Kühlmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden. Dies schützt nicht nur die Gesundheit, sondern schont auch langfristig den städtischen Haushalt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sebastian Schlüter

Fraktionsvorsitzender

 

Sascha Schier

CDU-Ratsmitglied

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